Seit zwölf Tagen sind 15 Schülerinnen und Schüler von der Independence High School in Charlotte zu Gast im Gymnasium am Moltkeplatz. Sie haben dabei bemerkenswerte Unterschiede feststellen können.
![]() VON NICOLAS SCHWEERS Direkt nach der Ankunft in Schiphol hatte es erst einmal eine große Schale mit besten holländischen Fntten für die Highschool Schüler aus Übersee gegeben Inzwischen sind die 15 Austauschschülerinnen und -schüler aus North Carolina seit zwölf Tagen bei Krefelder Familien zu Gast. Zu Beginn ihrer Reise hatten sie die Grachten der Metropole Amsterdam mit den engen Straßen und der dichten Bebauung - für die jungen US Boys und Girls völlig ungewöhnlich - besichtigt Das Gros der Amerikaner wohnt in den weit verstreuten Vororten der Großstädte E-Mails und Fotos "Es herrscht eine fast familiäre Beziehung zwischen uns und der Partnerschule", sagt der Schulleiter des Gymnasiums am Moltkeplatz, Rolf Neumann. Im Vorfeld des Besuchs schreiben sich die Schüler E-Mails und schicken sich Fotos. Schon im April findet der Gegenbesuch der Moltkeschüler statt. "So bleibt der Kontakt oft lange bestehen", berichtet Neumann. Die meiste Zeit verleben die jungen Amerikaner bei ihren Gastfamilien, doch soll die kurze Zeit in Europa auch ausgenutzt werden: Deshalb gehört neben einem Kurztripp nach Paris auch ein dreitägiger Anschlussbesuch in München zum Programm.
Neben dem spannenden Eishockey Länderspiel im KönigPalast hat den Austauschschülern besonders die fünfte Jahrezeit gefallen So konnten die Gäste aus Übersee die rheinische Tradition hautnah kennen lernen. Doch nicht nur die unterschiedlichen Bräuche wirken zu nächst befremdlich auf die "Seniors" wie die zwölfte Klasse in Amerika bezeichnet wird. Heiter berichten die Mädchen, wie ungewohnt es sei, sich im Schulgebaude frei bewegen zu dürfen, in Amerika wird jeder Toilettengang begleitet, die Gänge sind videoüberwacht. Einen weiteren Unterschied kennt Lehrer Harry Braun: "Nicht nur, dass die Schule früher anfängt, ab 14.15 Uhr treiben die Schüler Sport." So kommt es, dass viele Schüler nicht zusammen mit ihren Familien essen, stattdessen machen sie sich öfter eine Mahlzeit warm. In Krefeld genießen sie deshalb die Abendbrotzeit, bei der die ganze Familie am Tisch zusammensitzt." Politische Diskussionen bleiben da nicht aus. "Viele Schüler lernen hier zum ersten Mal eine Anti Bush Haltung kennen", weiß Direktor Neumann. Für den Wehrdienst will sich keiner der 15 melden. "Die Bilder des Irak Krieges flimmern ja täglich über den Lederhosen in München Alles in allem scheint den Schülern die lockere Atmosphäre m Krefeld zu gefallen Doch etwas typisch Deutsches konnten sie bisher nicht entdecken Vielleicht kommt das ja in München. Braun ist sicher: "Die Lederhosen werden's sein." |