Gymnasium am Moltkeplatz Krefeld

Schulprogramm

 
I. Schulkonvention

II. Das Gymnasium am Moltkeplatz - eine Schule mit Tradition und Zukunft

III. Modellversuch: Selbstständige Schule

IV. Unser Moltke heute

Pädagogische Organisation:

Erprobungsstufe
Mittelstufe
Oberstufe

V. a) Projekt : Sportbetonte Schule
.... b) Projekt : Erfolgreich lernen

VI. Fachbereiche:

Deutsch
Mathematik
Biologie
Naturwissenschaften
Fremdsprachen
Gesellschaftswissenschaften
Künstlerischer und musischer Bereich
Religion
Sport

Außerunterrichtliche Bildungsangebote

Das Betriebspraktikum
Streitschlichter
Schulpartnerschaften
Verkehrs- und Mobilitätserziehung

Entwicklung und Gestaltung des Schulprogramms
Evaluation des Schulprogramms

VII. Moltke in Krefeld

VIII. Die Moltke-Familie

Das Moltke-Forum
Die Moltke-Chronik
Moltke für Afrika

IX. Das Moltke und die Zukunft

X. Die Moltke-Organisation

 
Schulkonvention für das Gymnasium am Moltkeplatz - Krefeld

Das Zusammenleben an unserer Schule kann nur dann fruchtbar sein, wenn Schüler, Lehrer und Eltern gemeinsame Normen und Werte anerkennen, vermitteln und danach handeln. Deshalb formulieren wir folgende Schulcharta als Konsens unserer Überlegungen:

Für das Zusammenleben an unserer Schule soll folgendes gelten:

1. Wir wollen uns alle als Mitglieder der Schulgemeinschaft verstehen und verantwortungsvoll mit uns und anderen, sowie tolerant, sozial fürsorglich, gewaltfrei und vor allem respektvoll miteinander umgehen.
2. Wir wollen auf der Basis gegenseitigen Vertrauens zum Wohle und auch zum Schutz der Schülerinnen und Schüler pädagogische Entscheidungen konsequent vertreten.
3. Wir wollen in der Schule:
Wert auf Sauberkeit, Ordnung und Pünktlichkeit legen und verantwortungsvoll mit eigenem und fremden Eigentum und der Umwelt umgehen.

Für den Unterricht sollen folgende Regeln gelten:

1. Wir wollen durch eine positive Lernatmosphäre den Bildungs- und Erziehungsauftrag für unsere Schule erfüllen. Dazu sind folgende Leistungen aller Beteiligten einzubringen:

Erfüllung und Wahrnehmung aller schulischen Pflichten und Rechte unter Berücksichtigung der Regeln, wie sie in der Hausordnung niedergelegt sind.

Förderung und Entwicklung von Leistungsbereitschaft durch konstruktives Zusammenarbeiten von Schülern, Eltern und Lehrern.

2. Wir wollen auch über den Unterricht hinaus die vielfältigen kulturellen und wissenschaftlichen Bildungsmöglichkeiten für die Schüler nutzen.

Wir alle sind aufgefordert, die vorhandenen Mitwirkungsorgane für das schulische Zusammenleben zu nutzen und Aktivitäten der Klassen- und Schulgemeinde gemeinsam mitzutragen, um das angestrebte Erziehungsziel zu erreichen.

III. Das Gymnasium am Moltkeplatz - eine Schule mit Tradition und Zukunft

Das Gymnasium am Moltkeplatz blickt auf eine lange Tradition zurück. Mit Stolz kann es sogar seinen Ursprung bis in das 17. Jahrhundert zurückführen, in dem die erste Lateinschule der Stadt gegründet wurde, in deren Nachfolge dieses Gymnasium steht. Als Gründungsdatum gilt der 1. Oktober 1819, als die von Adolf Wilhelm Scheuten testamentarisch festgelegte Stiftungsschule als höhere Stadtschule ihren Schulbetrieb mit 36 Schülern aufnahm.

Die reformierte Gemeinde zu Krefeld verwaltete die Scheuten'sche Stiftungsschule solange, bis 1860 die Stadt Krefeld die Schule als städtische Realschule übernahm. Wachsende Schülerzahlen und veränderte Lebensbedingungen ließen die Schule zu einem voll ausgebauten Realgymnasium werden, das von der Sexta bis zur Oberprima mit abschließendem Abitur führte und seinen Schwerpunkt in den Sprachen Latein und Französisch sowie in Mathematik hatte.

1915 bezog die Schule das von Prof. Biebricher entworfene neue Schulgebäude am Moltkeplatz, wo sie heute noch unter dem bekannten Namen beheimatet ist. Immer wieder verstanden es die Schulleitungen, in Zusammenarbeit mit den Krefelder Bürgern und dem Rat der Stadt das Realgymnasium den neuen Lebensbedingungen und Anforderungen anzupassen und die Schule 1926 zu einem Realreformgymnasium und nach dem zweiten Weltkrieg zu einem
neusprachlichen Gymnasium mit Latein und Englisch als Eingangssprachen weiter zu entwickeln und der Schule zu einem guten Ruf in der Krefelder Bevölkerung zu verhelfen. Den in der NS-Zeit aufgezwungenen Namen Schäfer-Voss-Schule legte sie nach Kriegsende wieder ab und nannte sich fortan: Gymnasium am Moltkeplatz. Alle Versuche, der Schule einen Namen zu geben, scheiterten an den Schülern, Eltern und Lehrern. Für sie alle ist das Gymnasium ihr Moltke - und jeder Krefelder weiß, wer oder was gemeint ist.
Das Gymnasium am Moltkeplatz ist heute ein dreizügiges Gymnasium, das mit der Anfangssprache Englisch und mit der Wahlmöglichkeit von Französisch und Latein ab Klasse 7 oder ab Klasse 9 sowie Spanisch ab der Jahrgangsstufe 11 das Profil eines neusprachlichen Gymnasiums bis heute beibehalten hat. Es bietet mit der Möglichkeit Latein in der Klasse 7 und in der Klasse 9 als zweite bzw. dritte Fremdsprache zu wählen ein traditionelles Kultur- und Sprachgut an, das zum Erlernen vieler modernen Sprachen gute Voraussetzungen schafft.
Das Fach Informatik ab Klasse 9 und als Grundkurs in der Oberstufe sowie der Umgang mit den modernen Kommunikationstechnologien bilden die Schülerinnen und Schüler für die mediale Zukunft aus.
Auch die ganzheitliche Bildung und Erziehung der jungen Moltke-Schülerinnen und Schüler in den künstlerisch-musischen Fächern sowie im Sportunterricht sind wesentlicher Bestandteil des neunjährigen Bildungsganges zum Abitur.
Ein zweiwöchiges Betriebspraktikum und regelmäßige Berufs- und Studienberatung verdeutlichen, dass die Schule auch heute noch sich verändernden Bedingungen anzupassen weiß.
Das Gymnasium am Moltkeplatz ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts unter Wahrung eines traditionellen Profils gut gerüstet für die Zukunft.

III. Modellversuch Selbstständige Schule

Das Gymnasium am Moltkeplatz nimmt am Modellversuch Selbstständige Schule teil. Initiatoren des Projekts sind das Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung in Düsseldorf sowie die Bertelsmann Stiftung in Gütersloh. Der Modellversuch begann mit dem Schuljahr 2002/03 und endet am 31. Juli 2008.
Im Rahmen des Modellversuchs Selbstständige Schule entwickelt unsere Schule in Zusammenarbeit mit allen am Schulleben Beteiligten neue Wege, um die Lernmöglichkeiten und die Rahmenbedingungen für erfolgreiches Lernen für Schülerinnen und Schülern zu verbessern. Dies soll dazu beitragen, dem Bildungs- und Erziehungsauftrag in einem besonderen Maße gerecht zu werden und den schulspezifischen Charakteristika durch Entscheidungen vor Ort Rechnung zu tragen. Als Teilvorhaben werden in der Kooperationsvereinbarung die Innovative Unterrichtsorganisation und Unterrichtsentwicklung, Neue Medien und Technologien,
Soziales und kooperatives Lernen sowie die Kooperation mit außerschulischen Partnern aufgeführt.
Der Vorbereitung und Unterstützung des Vorhabens dienen gezielte Fortbildungsmaßnahmen für die Mitglieder der schulischen Steuergruppe, die sich aus Lehrerinnen und Lehrern der Schule zusammensetzt, für den Lehrerrat und weitere Damen und Herren des Kollegiums. Die Steuergruppe begleitet das zentrale Entwicklungsvorhaben am Gymnasium am Moltkeplatz, nimmt Anregungen aus der Schulgemeinschaft auf und sorgt für die Umsetzung des Vorhabens entsprechend der Kooperationsvereinbarung vom 15. Juli 2002. Aus der schulischen Besonderheit heraus entschied sich die Schulkonferenz im Jahr 2002, unter dem plakativen Titel
Partnerschule des Leistungssports das sportliche Engagement der Schülerinnen und Schüler und deren schulische Entwicklung zu fördern (siehe Kapitel Sportbetonte Schule ). Aus den Zuwendungen für die teilnehmenden Schulen am Modellversuch Selbstständige Schule konnte für die Dauer des Projekts eine Diplomsportlehrerin eingestellt werden.
Mit der ebenfalls im Jahr 2002 aufgenommenen Partnerschaft mit dem Krefelder Unternehmen Siempelkamp und der Zusammenarbeit mit Krefelder Sportvereinen erfüllt das Gymnasium am Moltkeplatz eine Vorgabe des Projekts. Die neuen Medien und Technologien sind seit Jahren nicht nur im naturwissenschaftlichen Unterricht ein fester Bestandteil. Um auf die sich stetig verändernden Bedingungen im Schulalltag zu reagieren, initiierte die schulische Steuergruppe ein zweites Projekt unter der Bezeichnung Erfolgreich lernen. In diesem Vorhaben will die Schule im Rahmen des Modellversuchs nicht nur die Unterrichtsorganisation und die Unterrichtsinhalte prüfen, sondern auch die Informationsangebote an die Eltern und die Schülerschaft erweitern. Auch für dieses Projekt wurden bereits externe Partner gewonnen und erste, interne Maßnahmen zu Betreuung von vor allem jüngeren Schülerinnen und Schülern eingerichtet.

IV. Unser Moltke heute

Die Erprobungsstufe (Klassen 5 und 6)

Die Erprobungsstufe verfolgt zwei Ziele: Zum einen soll der Leistungsstand der neu auf das Gymnasium wechselnden Schülerinnen und Schüler behutsam, aber gezielt angeglichen werden. Die letzten zehn Jahre zeigen, dass unsere jüngsten Schüler von etwa 15 Grundschulen aus dem gesamten Stadtgebiet zu uns herüberwechseln. Zu einigen Grundschulen in unserem Einzugsgebiet pflegen Kolleginnen und Kollegen Kontakte, um ständig über Veränderungen dieses Schultyps informiert zu werden und das stets aufschlussreiche Gespräch mit den dortigen Lehrerinnen und Lehrern zu suchen.
Fest zum Schulprogramm der Klassen 5 bzw. 6 gehört die Teilnahme am St.Martinszug unseres Viertels, der Vorlesewettbewerb am Ende des 1. Halbjahres der Klasse 6 und eine Klassenfahrt in 5 oder 6. Auf dem sportlichen Sektor gibt es eine Eishockey-, eine Volleyball und eine Basketball-AG, daneben verschiedene Angebote in Verbindung mit der VHS, so z.B. nach Bedarf Selbstverteidigungskurse für Mädchen. Ferner sind Theaterbesuche, Museumsexkursionen, aber auch Weihnachtsfeiern und andere soziale Aktivitäten fester Bestandteil schulischen Alltagslebens.

Am Ende der 6. Klasse entscheidet die Klassenkonferenz, ob ein Kind auf der weiterführenden Schule verbleibt oder ob es seinen Werdegang auf einem anderen Schultypus fortsetzt. Diese Entscheidung fällt auf der Grundlage von acht sogenannten Erprobungsstufen-konferenzen, die über zwei Jahre hinweg abgehalten werden.
Änderungen in der Laufbahn ergeben sich aus der Schulzeitverkürzung, die für die im August 2005 eingeschulten Kinder als erster Jahrgang gilt. Nach der neuen Ausbildungsordnung wird die zweite Fremdsprache schon in Klasse 6, die dritte Fremdsprache in Klasse 8 angeboten.

Die Mittelstufe

Nach der Erprobungsstufe (Klassen 5 und 6) treten die Schülerinnen und Schüler in die Mittelstufe ein. Das bedeutet für sie, dass sie eine zweite Fremdsprache (Französisch oder Latein) erlernen. Für die Schülerinnen und Schüler, die ab dem 1. August 2005 eingeschult wurden, setzen die zweite bzw. dritte Fremdsprache ein Jahr früher ein.
Eine entscheidende Veränderung tritt zu Beginn der Klasse 9 mit der Differenzierung in der Mittelstufe ein. Sie soll den Schülerinnen und Schülern die Wahl neuer Fächer ermöglichen und sie auf die Wahlmöglichkeiten in der Oberstufe vorbereiten. Am Ende der Klasse 8 wählen die Schüler für die Klassen 9 und 10 eins von drei Fächern, die in klassenübergreifenden Kursen unterrichtet werden. Die Wahlmöglichkeiten an unserer Schule bestehen zwischen Französisch, Latein (als dritter Fremdsprache), Wirtschaft/Politik und Informatik. Wie schon erwähnt, werden diese Fächer des Wahlpflichtbereiches ab August 2008 bereits in der Stufe 8 zu wählen sein.

Französisch wird nach dem verbindlichen Lehrplan vierstündig unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler schreiben drei schriftliche Arbeiten pro Halbjahr, wobei zwei als traditionelle Klassenarbeiten gestaltet werden. Die Gestaltung der dritten kann nach Absprache zwischen Fachlehrer und den Schülern in anderer Form erfolgen, etwa in Form einer Projektarbeit. Ziel des Unterrichts ist es, am Ende der Klasse 10 Leistungsgleichheit zwischen den Schülerinnen
und Schülern, die in der Klasse 7 Französisch als zweite Fremdsprache gewählt haben, zu erreichen und in Stufe 11 eine gemeinsame Fortsetzung des Unterrichtes in diesem Fach zu gewährleisten.
Der Unterricht in Wirtschaftswissenschaft und Informatik umfasst jeweils drei Wochenstunden. Auch in diesen Fächern werden schriftliche Leistungsüberprüfungen durchgeführt, auch in diesen Fächern sind es drei pro Halbjahr. Ein der Arbeiten kann durch eine andere Arbeitsform (s.o.) ersetzt werden.
In der Jahrgangsstufe 8 findet am Ende eines Schuljahres ein fächerverbindendes Projekt in unter Beteiligung der Fächer Biologie, Politik und Religion zu Thema Suchtverhalten statt.
Alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 nehmen ab 2007 an teilzentralen Abschlussprüfungen teil. Dies bedeutet, dass sie in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik eine zentral gestellte schriftliche Prüfungsarbeit schreiben und eine mündliche Prüfung ablegen müssen.
In der Mittelstufe sehen sich Eltern und Lehrer besonderen erzieherischen Anforderungen gegenüber. Aus diesem Grund beschloss die Schulkonferenz des Gymnasiums am Moltkeplatz, vor allem die Klassenleitung in der Mittelstufe durch enge Absprachen in einem Team zu koordinieren. Zusätzlich sollen regelmäßige Gesprächskreise stattfinden, an denen die beiden Klassenleiter, die zwei Elternvertreter und der Klassensprecher sowie sein Vertreter teilnehmen. Auch ein Angebot an Arbeitsgemeinschaften, welches sich besonders an die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe richtet, soll die Heranwachsenden ansprechen und in das Schulleben einbeziehen.

Die Oberstufe

Der Unterricht der Stufen 11 bis 13 erfolgt gemäß den gültigen Richtlinien für die Sekundarstufe II. Um ein möglichst breit gefächertes Angebot an Grund- und Leistungskursen bereitstellen zu können, kooperiert das Gymnasium am Moltkeplatz mit dem Ricarda-Huch-Gymnasium. Der Schwerpunkt der Erziehungsarbeit liegt auch in der Oberstufe auf der Erziehung zu Selbständigkeit in eigenverantwortlichem Lernen mit dem Ziel der Studierfähigkeit nach dem Ablegen der Abiturprüfung. Dabei werden die Stufen von einem Stufenleiter auf ihrem Weg zum Abitur betreut. Die Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler wird durch ihre Einbindung in verantwortliche Mitarbeit im Schulleben gefördert. Dabei betreuen Schülerinnen und Schüler der Stufe 11 als Patenschüler der 5. und 6. Klassen ihre jüngeren Mitschülerinnen und Mitschüler im Schulalltag, begleiten sie auf Klassenfahrten und anderen außerordentlichen Unternehmungen. Für die Stufe 12 ist die eigenverantwortliche Organisation und Durchführung des Sommerfestes der ganzen Schule deren gemeinsame Aufgabe. Von der Stufe 13 wird das jährliche Treffen der ehemaligen Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Bewirtung und Bedienung, Verkauf der Schulkrawatte etc. betreut. Bei allen Anlässen, zu denen sich die Schule öffnet und sich einem breiten Publikum präsentiert, treten die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe in der Betreuung der Gäste auf.

Zu Beginn des zweiten Halbjahres in der Stufe 12 fertigen alle Schülerinnen und Schüler eine Facharbeit an. Diese ersetzt die erste Kursarbeit dieses Halbjahres. Mit der Facharbeit erfahren Schüler Prinzipien und Formen des selbständigen, wissenschaftlichen Lernens. Auf dieses Projekt bereiten einige Lehrer sowie externe Referenten in mehreren eintägigen Veranstaltungen die Schülerinnen und Schüler schon in der Sekundarstufe I vor.

Die Studienfahrten zu Beginn der Stufe 13 sollen die Schülerinnen und Schüler aus ihrem normalen Unterrichtsgeschehen herauslösen. Sie erleben in dieser Phase fachliche Aspekte des jeweiligen Kurses, der die Fahrt durchführt, aus einem anderen Blickwinkel heraus und erweitern ihren Horizont. Ihre Vorbereitung ist derzeit Bestandteil der fächerverbindenden Arbeit an unserer Schule.

 
V. Projekt Sportbetonte Schule

Das Gymnasium am Moltkeplatz nimmt seit dem 1. August 2002 als Partnerschule des Leistungssports am Modellversuch Selbstständige Schule teil. Die Wahl gerade dieses Projekts als erster Schwerpunkt im Modellversuch fiel deswegen leicht, da Schülerinnen und Schüler des Moltke traditionell sehr gute sportliche Leistungen zeigen und lange Jahre schon enge Verbindungen zu Krefelder Sportvereinen bestehen.
Das Ziel der Partnerschaft besteht darin, eine Vereinbarkeit von schulischen Anforderungen an eine gymnasiale Ausbildung mit sportlichen Aktivitäten heranwachsender Spitzensportler zu erleichtern. Das Engagement wird gefördert durch die Arbeitsgruppe Talentsuche und Talentförderung des Landes Nordrhein-Westfalen. Es sieht einerseits eine Förderung in sportlicher Hinsicht vor, andererseits eine Unterstützung der Sportler in schulfachlicher Hinsicht. Das unter Federführung des Crefelder Hockey und Tennis Clubs (CHTC) und Vertretern des Innenministeriums abgesprochene Konzept sieht eine Betreuung der Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse vor.

Nach einer Sichtung der Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen zu Beginn eines Schuljahres wird einer ausgewählten Gruppe und deren Eltern angeboten, die Kinder an einer zusätzlich erteilten Doppelstunde Sport teilnehmen zu lassen. In dieser Fördergruppe werden keine sportartspezifischen Übungen durchgeführt; es steht eine allgemeine Grundlagenausbildung im Vordergrund, wie sie für alle Sportarten gefordert wird. Die Kinder sollen vielseitige Bewegungserfahrungen machen, gute koordinative Qualität erreichen und darüber hinaus ihre körperliche Kondition ausbauen. Der Förderunterricht der 5. und 6. Klassen ist in den Vormittag integriert; ab der 7. Klasse bietet die Schule die Möglichkeit, die Trainingsphase vor einer ersten Stunde wahrzunehmen.
Im Frühjahr 2002 haben sich Krefelder Sportvereine bereit erklärt, abwechselnd Übungsleiter und Trainer für die Fördermaßnahme bereit zu stellen; die Absprachen mit den externen Partnern trifft der CHTC und berät sich mit dem Fachberater des Faches Sport. Eine erste Evaluation im Jahr 2004 zeigte, dass kein Kind in der ersten Phase (Klassen 5 und 6) die Fördergruppe verließ und ein Leistungsunterschied in den Schulnoten nicht signifikant auftrat.
Die sportliche Förderung wird ergänzt durch das Angebot, an einigen Nachmittagen in der Woche im Gymnasium am Moltkeplatz versäumten Unterrichtsstoff unter individueller Betreuung durch Fachlehrer nachzuarbeiten (zur Zeit in den Fächern Englisch, Französisch, Latein, Mathematik und Erdkunde). Es richtet sich an Spitzensportler von Vereinen, die wegen der Teilnahme an Meisterschaften, Lehrgängen oder nationaler und internationaler Vergleichswettkämpfe vom Unterricht beurlaubt waren. Dieses Angebot wird finanziert durch das Ministerium für Städtebau, Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW und kann auch von Schülern anderer Schulen wahrgenommen werden. Die Schule bietet im Rahmen ihrer Möglichkeiten weitere Maßnahmen für Leistungssportler an: Terminkoordination bei Klassen- und Kursarbeiten, Freistellung vom Unterricht bei besonderen sportlichen Maßnahmen, Sensibilisierung der Schulgemeinschaft für Leistungssport treibende Schülerinnen und Schüler.
Mit diesem Projekt können sowohl sportliche als auch schulische Leistungen gefördert werden. Ein positiver Effekt besteht zudem in einer sozialen Komponente; dies zeigt die hohe Akzeptanz des Modells wegen des integrativen Charakters auch bei den Eltern, deren Kind nicht an der Fördergruppe teilnimmt.

 
Projekt : Erfolgreich lernen

Im Rahmen des Modellversuchs Selbstständige Schule entwickelt das Kollegium ein zweites Projekt mit der Bezeichnung Erfolgreich lernen. Damit wollen wir neue Wege beschreiten, um die mit der Schulzeitverkürzung einhergehenden vermehrten Anforderungen an unsere Schülerinnen und Schüler methodisch, pädagogisch und psychologisch zu begleiten und aufzufangen. Folgende Schritte sollen nach und nach immer mehr die unterrichtliche Arbeit unterstützen helfen:
Stufe 5:
Bereits jetzt stellen die Klassenlehrer ihren Schülerinnen und Schülern ein Konzept zur Bewältigung von schulischen Arbeiten vor. An einem Pflegschaftsabend werden auch die Eltern über die Inhalte des Konzepts informiert und gebeten, an der Umsetzung mitzuwirken. Zu Beginn eines Schuljahres wird den Klassenlehrern der Stufen 5, 8 und 10 an einem ‚Klassenlehrertag’ die Gelegenheit gegeben, mehrere Schulstunden in ihrer Klasse zu verbringen um pädagogische, erzieherische, organisatorische und zwischenmenschliche Probleme der Altersstufe gemäß zu erörtern.
Stufe 6:
In den Stufen 5 und 6 stehen Gesundheitserziehung und gesunde Ernährung im Zentrum. Sowohl die sportliche Förderung als auch ein Beratungsangebot an die Eltern helfen, diese Aspekte vorzustellen und umzusetzen. Geplant ist auch die Beratung von Eltern durch externe Referenten, wie mit Problemen in der einsetzenden Pubertät der Kinder umgegangen werden kann.
Stufe 8:
Am Ende des Schuljahres findet regelmäßig die sogenannte ‚Suchtwoche’ statt. In mehreren Veranstaltungen beraten Vertreter des Gesundheitsamtes, Ärzte, Mitarbeiter der Drogenberatung und auch Seelsorger über die Problematik der Abhängigkeit, über Angst und Not. Sie weisen auf Möglichkeiten der Information und der Betreuung hin. Es wird überlegt, diese Veranstaltung in die Stufe 7 zu verlegen, um einem sich verändernden Konsumverhalten Rechnung zu tragen.
Stufe 9:
Hier stellt das Freizeitverhalten von Jugendlichen im Hinblick an die Anforderungen an einen erfolgreichen Abschluss der Sekundarstufe I ein Problem dar, das durch geeignete Maßnahmen zusammen mit den Eltern erörtert werden muss. Vorstellbar erscheint es, mittels geeigneter externer Berater Konzepte zu entwickeln familiäre und schulische Spannungen zu vermeiden, wenn die jugendlichen Schüler ihr Freizeitverhalten ändern.

VI. Die Fachbereiche

Der Fachbereich Deutsch

Mit dem Beginn des 21. Jahrhunderts wird auch gerne von einer Zeitenwende gesprochen: Eine `Neue Zeit` sei angebrochen. Sie werde durch Begriffe wie u.a. Globalisierung, Kommunikationstechnologien, Vernetzung oder Informationsökonomie bestimmt. Die Fachschaft Deutsch ist sich im Klaren darüber, dass sie die Augen gerade vor dem Aspekt der neuen Medien nicht verschließen kann und dies auch gar nicht will. Allerdings besteht ebenso Übereinkunft darüber, dass man sich nicht willfährig allem Zeitgeistgemäßen anpassen bzw. unterordnen möchte. Im Vordergrund steht die Ausbildung junger Menschen zum selbstverantwortlichen, zur Analyse fähigen und autonom denkenden Menschen. Das schließt eine Aufgeschlossenheit gegenüber Neuerungen, etwa auf dem medialen Sektor, keineswegs aus. Wir wollen aber, indem wir den unterrichtlichen Schwerpunkt auf die Literatur, und zwar in allen Klassen- bzw. Kursstufen, legen, die gehaltvolle Lektüre als Grundlage eines dem humanistischen Denken verpflichteten Weltbildes - auch im Sinne einer Brückenfunktion zu den Grundlagen abendländischer
Kultur - gewährleistet sehen. Gerade die aktive Leistung des Lesens beinhaltet die Auseinandersetzung mit Anderem und Neuem, fördert die Selbstdisziplin und bedarf der Energie, alles drei Komponenten, die von der Arbeitswelt mehr denn je gefordert werden. Auf dieser Grundlage kann ein mediale Neuerungen auf sachliche Weise integrierender Deutschunterricht unseres Erachtens am besten dazu beitragen, die jungen Menschen für die komplizierter werdenden Anforderungen ihres zukünftigen Alltags kompetent zu machen.
 
Der mathematisch-naturwissenschaftliche Unterricht, die Informatik, die informations-technische Grundbildung

Das Fach Mathematik

Der Mathematikunterricht unserer Schule möchte einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Studierfähigkeit leisten und die fachlichen Grundlagen für diejenigen jungen Menschen ausbilden, die nach der Schule ein durch mathematische Denkweisen geprägtes Studium oder Berufsfeld wählen. Neben den mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Fächern sind dies heute verstärkt auch Arbeitsgebiete im wirtschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Bereich.
Die Fähigkeit, Zusammenhänge und ihre Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und mit ihnen umzugehen, ist aber auch ein Wert an sich und stellt einen Beitrag der Mathematik zu unserer Kultur dar. Sie ermöglicht eine kritische Wertung von gesellschaftlichen Entwicklungen und leitet zu verantwortungsbewusstem Handeln an.
Die Fachschaft Mathematik unserer Schule berücksichtigt in ihrer Tätigkeit die Ergebnisse verschiedener Vergleichsarbeiten, an denen unsere Schüler(innen) teilnehmen: neben den vorgeschriebenen schulinternen Vergleichsarbeiten in der Stufe 7 (früher zusätzlich auch in der Stufe 10) und der Lernstandserhebung in der Stufe 9 nimmt unsere Schule auf freiwilliger Basis seit 1999 regelmäßig an einer zentralen Vergleichsklausur der Bezirksregierung Düsseldorf für die Stufe 11 sowie seit 2003 an einer zentralen Angebotsklassenarbeit für die Stufe 10 teil. Auch sind unsere Schüler(innen) der Stufe 12 zu der Probeklausur angemeldet, die im Mai 2006 im Hinblick auf das erste Zentralabitur in NRW stattfindet. Hinzu kamen die Mitteilungen der Ergebnisse bekannter Tests wie TIMSS-1998 , Pisa-2000 und Pisa-2003. Diese Vergleichsuntersuchungen führten auch an unserer Schule dazu, die Aufgabenkultur im
Mathematikunterricht hin zu einem mehr kompetenzorientierten im Unterschied zu einem mehr inhaltsorientierten Unterricht weiterzuentwickeln. Es ist vereinbart, dass neuartige Aufgabenstellungen, Klassenarbeiten und Klausuren intern über eine Workgroup regelmäßig ausgetauscht werden unter allen Fachkollegen unserer Schule. Wir haben uns auch das Ziel gesetzt, innerhalb der nächsten drei Jahre diesen Austausch auf Fachkollegen von mindestens vier Gymnasien auszudehnen. Natürlich finden auch Aufgabensammlungen des BKL- Programms SINUS an unserer Schule ihre Beachtung.
Diese sich abzeichnende neue Aufgabenkultur zielt auf ein anwendungsorientiertes und fächerverbindendes Arbeiten. Die Schüler erfahren, wofür Mathematik nützlich und notwendig ist. Offene Fragestellungen sprechen den Lernenden eher an, weil er dabei sein Niveau wählt und selbstdifferenzierend mit der Aufgabenstellung umgeht. Natürlich nutzen wir auch unsere Schulcomputer in allen Stufen dort, wo es möglich ist und uns nützlich erscheint.
Solche Neuerungen bedeuten an unserer Schule nicht, alles Bisherige über den Haufen zu werfen. Die Entwicklung innermathematischer Techniken und Fertigkeiten im Unterricht zum Beispiel ist nach wie vor unverzichtbar.
Die Ergebnisse der schulinternen Vergleichsarbeiten, der externen Vergleichsarbeiten und Klausuren und auch der ersten Lernstandserhebung in der Stufe 9 zeigen, dass unsere Schule über einen großen Anteil von Schülern(innen) verfügt, die sich in besonderer Weise für das Fach Mathematik interessieren und gute Leistungen hervorbringen. Die Fachschaft unterstützt dieses Interesse dadurch, dass wir unseren Schülern(innen) die Teilnahme an vier mathematischen Wettbewerben ermöglichen und sie darin unterstützen: Der Bundeswettbewerb Mathematik als ein besonders anspruchsvoller Wettbewerb wendet sich in erster Linie an Schüler(innen) der Oberstufe, er findet in drei Runden statt. Der zweite Wettbewerb ist die Mathematik-Olympiade: die erste Runde dieses Wettbewerbs findet an der jeweiligen Schule statt, die zweite Runde ist die sog. Stadtrunde, gefolgt von der NRW-Landesrunde und schließlich der Runde auf Bundesebene. In beiden Wettbewerben waren Schüler unserer Schule in den letzten Jahren sehr erfolgreich. Ein pfiffiger Wettbewerb findet jedes Jahr am dritten Donnerstag im März statt: der Känguruwettbewerb zog z.B. im Jahre 2005 an unserer Schule über 100 Teilnehmer an. Schließlich nehmen unsere Schüler(innen) kurz vor den Sommerferien an dem Online-Team-Wettbewerb des Mathe-Treffs der Bezirksregierung Düsseldorf teil. Ziel der Fachschaft ist es, unseren Schülern(innen) dieses Angebot uneingeschränkt zu erhalten, sie zur Teilnahme anzuregen und sie darin durch geeignete Maßnahmen zu unterstützen.
Auf der anderen Seite ist es auch ein Ziel der Fachschaft Mathematik, diejenigen Schüler(innen) in besonderer Weise zu unterstützen, die sich mit dem Fach eher schwer tun. Dies soll im Rahmen unserer Möglichkeiten auch durch Übungseinheiten und Training außerhalb des Unterrichts geschehen. Auch strebt in diesem Zusammenhang die Fachschaft Mathematik an, im Unterricht verstärkt Formen kooperativen Lernens einzusetzen, bei denen zum Beispiel die leistungsstärkeren Schüler(innen) ihre Klassenkameraden bei der Erarbeitung mathematischer Inhalte und Verfahren unterstützen. Auch messen wir der individuellen Förderung leistungsschwächerer Schüler(innen) eine große Bedeutung zu. So werden Erwerb und Sicherung mathematischer Basiskompetenzen unterstützt durch Übungen im Unterricht und auch unterrichtsbegleitend, so dass das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten entstehen und wachsen kann. Insgesamt streben wir also an, unsere Schüler(innen) ihren Möglichkeiten entsprechend zu fördern.
 
Das Fach Biologie
Bei vielen Naturphänomenen haben wir ihrer Selbstverständlichkeit und Alltäglichkeit wegen das Staunen verlernt. Erst bei genauem Hinsehen, geduldigem Beobachten und hartnäckigem Analysieren und Erforschen offenbart sich häufig die Vordergründigkeit der erstbesten Antwort, um dann umso zwingender zu neuen, ernsthaften Fragen zu drängen. Gängige Erklärungsmuster in Frage zu stellen, die Unzulänglichkeit mancher Antwort von gestern zu erkennen und für die Antworten von morgen die richtigen Fragen zu finden - so lässt sich grob das Aktionsfeld naturwissenschaftlichen Unterrichts skizzieren. Dabei werden den Schülern grundlegende Kenntnisse zur Interpretation von Mensch, Natur sowie einer durch Naturwissenschaften und Technik gestalteten Welt vermittelt.
Zeitgemäßer Biologieunterricht sieht sich dabei zunehmend einigen Herausforderungen gegenübergestellt:
Die gegenwärtige Beschleunigung des Wissenszuwachses in Biotechnologie und Genforschung sowie die mediale Verfügbarkeit ihrer Erkenntnisse ist einerseits Chance: so kann aktuelles Wissen schnell auch für den Fachunterricht herangezogen werden. Sie zeitigt aber auch die unübersehbare Tendenz, Berge eher vordergründigen Scheinwissens in die Köpfe zu transportieren und mit Modebegriffen zu jonglieren, deren Bedeutung indes oft verborgen bleibt. Hier ist der Lehrer zunehmend gefordert, mit diesem Vorwissen zu rechnen, um es gezielt für unterrichtliche Prozesse nutzbar macht.
Die Möglichkeiten der Biotechnologie für Mensch und Gesellschaft sind faszinierend und erschreckend zugleich. Von dieser Ambivalenz kann Unterricht profitieren : in jedem Fall resultiert hieraus aber auch die Verantwortung, Chancen und Risiken ins Bewusstsein zu rücken, die sich hinter manch euphemistischem Schlagwort (Biodesign, Grüne Gentechnik o.ä.) verstecken und die mit den Erkenntnissen aus Gentechnik und Reproduktionsbiologie sowie den grenzenlos erscheinenden Möglichkeiten ihrer technischen Nutzbarkeit einhergehen. Daraus ergibt sich die Forderung, dass die fachliche Kompetenz und Urteilsfähigkeit der Schüler sich gerade im Biologieunterricht an kritischer Auseinandersetzung und distanzierender Bewertung erproben können muss. Biologie- unterricht muss sich also auch wissenschaftskritischen sowie ethischen Fragestellungen zunehmend öffnen. Hier zeigen sich auch Anknüpfungspunkte für fächerübergreifende Projekte mit gesellschaftswissenschaftlichen Fächern wie Philosophie, Religion und Politik.
Auch in Zukunft soll die Öffnung des Fachunterrichts Biologie für die Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen wie der Zooschule, der ÄGGF, dem Gesundheitsamt, dem Umweltzentrum, der Bischhöflichen Akademie in Aachen gefördert werden. In der Vergangenheit hat sich in diesem Zusammenhang das Konzept des expertengestützten Unterrichts zu ausgewählten Themen etwa aus dem Bereich der Jugendmedizin bewährt. Kompetente Fachleute werden zu Themen der Gesundheitshygiene ( Impfberatung, Ernährungsberatung ), der Sexualpädagogik sowie der Drogenprävention in den Unterricht eingeladen. Ausgewählte Unterrichtsbausteine dieser Art sind auf einer breiteren konzeptionellen Ebene angebunden an jugendmedizinische Themen innerhalb des Projekts Erfolgreich lernen .
Inhaltliche und methodische Absprachen im Sinne einer Koordination zwischen den drei Naturwissenschaften und der Mathematik werden auch in Zukunft etwa durch gemeinsame Fachkonferenzen angestrebt.

 
Weitere Naturwissenschaften

Der Unterricht in den Fächern Biologie, Chemie und Physik vermittelt den Schülern grundlegende Kenntnisse zur Interpretation von Mensch, Natur und einer durch Naturwissenschaften und Technik gestalteten Welt. Das Experimentieren kommt an unserer Schule in keinem der drei Fächer zu kurz. Ein Problem des Unterrichts in den drei naturwissenschaftlichen Fächern und der Mathematik besteht darin, dass sie wechselseitig Zulieferungsfunktionen wahrnehmen müssen. Eine Koordination dieser vier Fächer ist daher unerlässlich, jedoch von der Schulbehörde bisher nicht erfolgt. Aus diesem Grunde haben die betroffenen Fachkollegen unserer Schule im Jahre 1996 auf einer breit angelegten Tagung Ansätze eines Konzepts erarbeitet und stehen darüber in einem kontinuierlichen Meinungsaustausch, auch durch gemeinsame Fachkonferenzen.

Auch außerhalb des Unterrichts führt unsere Schule Maßnahmen zu Stärkung des mathematisch-natur-wissenschaftlichen Bereichs durch. Die Teilnahme unserer Schüler an Wettbewerben wie der Mathematikolympiade, den Online-Wettbewerben der Bezirksregierung, den verschiedenen Bundeswettbewerben und dem Projekt Jugend forscht findet die nachhaltige Unterstützung der Schule.
Daneben haben auch der Tag der Informatik im Jahre 1996 und der Tag der Naturwissenschaften im Jahre 1999 im Rahmen eines Gesamtkonzepts die Wertschätzung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Elements unserer Schulkultur gestärkt. Durch diese Veranstaltungen konnte die Zusammenarbeit mit ortsnahen Firmen, Hochschulen und interessierten Eltern ausgebaut werden.
In den naturwissenschaftlichen Fächern werden Simulations-, Datenerfassungs- und Auswertungsprogramme eingesetzt. Ermöglicht wird diese informationstechnische Grundbildung dadurch, dass unsere Schule über zwei gut ausgestattete und mit Internetanschlüssen versehene Computerräume verfügt. Diese werden mit wachsender Tendenz auch von weiteren Fächern genutzt. So führen zum Beispiel Schüler im Politik/Wirtschaftsunterricht Unternehmensplanspiele durch, komponieren Schüler im Musikunterricht mit Hilfe des Computers.

 
Informatik:
Stark ist auch das Interesse unserer Schüler am Informatikunterricht im Differenzierungsbereich der Stufen 9 und 10. Dort lernen sie mit allgemein gebräuchlichen Anwendungen (Textverarbeitung, Datenbanken, Tabellenkalkulation, Erstellen von Internetseiten) umzugehen. Der 2. Teil dieses Informatikunterrichts führt in Programmier- und Simulationsprogramme ein. Ein wichtiger Aspekt ist dabei der Unterrichtsabschnitt
ProzessDatenVerarbeitung, in dem mit Hilfe von Fischertechnik auf der Basis der Programmiersprache Logo die aus der Arbeitswelt bekannten Bereiche des Messen Steuern Regeln im Modellrahmen bearbeitet werden. Der Unterricht bietet daher auch vielfältige Bezüge zu anderen Fächern.
Der Informatikunterricht der Oberstufe als Grundkurs mit Abitur wird am Moltke praktisch von der ersten Stunde an angeboten ( ab 1983 ) und hat zum Ziel, unter Einbeziehung einer gut strukturierbaren Programmiersprache ( anfangs Turbopascal, inzwischen Delphi,
künftig ... ? ) Kenntnisse über grundlegende Algorithmen und Datenstrukturen zu vermitteln. Die Rückmeldungen unserer Abiturienten zeigen, dass dieses Ziel erreicht wird.

Homepage:

1997 wurde das Konzept der Homepage mit Beteiligung von Schülern des damaligen Informatikgrundkurses entwickelt und umgesetzt. Es sah vor, dass sich möglichst viele Mitglieder der Moltkefamilie an der inhaltlichen Gestaltung der Homepage beteiligen. Die Umsetzung dieses Vorhabens darf man wohl als gelungen betrachten, wenn man den heutigen Umfang ( Mitte 2005 ) von ca. 1,2 GB Daten sieht und im Familienalbum blättert.

Den Inhalt kann man in drei große Themenbereiche gliedern :

  • Bilder und Berichte von Veranstaltungen wie Moltke-Forum, Musik- und Theateraufführungen, Klassen- und Kursfahrten etc.

  • Unterrichtsinhalte, Schülerarbeiten, Arbeitshilfe der Fachschaften

  • Service für Schüler, Eltern und Lehrer: Terminplan, Stundenpläne, Klausurpläne, Listen der Mitglieder der Schulgremien etc.

Medienecke:
Für den Unterricht stehen 2 Computerarbeitsräume zur Verfügung, der größere bietet 15 Schülerarbeitsplätze, der kleine 8, und ist daher nur für kleine Schülergruppen geeignet.
Alle Plätze sind vernetzt und haben Internetzugang. Neben den Fachräumen haben wir im
1. Stock des Altbaus 6 alte PC's als Linuxterminals installiert, an denen Oberstufenschüler in ihren Freistunden auch im Internet arbeiten können. Dieses Angebot wird intensiv genutzt

Die Fremdsprachen

Latein als erste, zweite oder dritte Fremdsprache (nach der Schulzeitverkürzung ab Klassen 5, 6 oder 8) steht in der Sekundarstufe I als Alternative zur Wahl der Fächer Englisch (ab Klasse 5) und Französisch (ab Klassen 6 oder 8). Wer mit Latein beginnt, muss in Klasse 6 das Fach Englisch wählen. Auf der Basis der in der Muttersprache und im Englischen erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten bietet sich durch den Lateinunterricht die Möglichkeit einer schnelleren und strafferen Progression des Lernens der Metasprache und der Lexik. Damit wird auch der Einstieg in den Erwerb der dritten Fremdsprache Französisch ab Klasse 8 oder Spanisch ab Stufe 10 optimal vorbereitet. Die reine Spracherwerbsphase bei Französisch ab Klasse 9 (ab 2008 in Klasse 8) reduziert sich dadurch auf zwei Jahre, während sie bei Französisch ab Klasse 7 vier Jahre beträgt. Aufgrund der im Lateinunterricht erworbenen Kenntnisse in Grammatik und Lexik können die Schülerinnen und Schüler daher ohne Wissensdefizite gegenüber dem Kurs ab 7 (6) nach nur zweijährigem Französischunterricht in der Stufe 11 (10) nach dem Zusammenlegen der beiden Lerngruppen in einem Kurs erfolgreich mitarbeiten. Für Schülerinnen und Schüler, die ihren Schwerpunkt im sprachlichen Bereich gefunden haben, bietet sich die Wahl des Faches Spanisch als neu einsetzende Fremdsprache in der Stufe 11 (10) an. Diese Sprache kann ebenfalls Abiturfach sein.
Der Besuch von Ausstellungen, Museen und Ausgrabungsstätten sowie Kursfahrten nach Italien veranschaulichen und vertiefen die im Unterricht erfahrenen Inhalte. Das Einstudieren kleiner Theaterstücke in lateinischer Sprache lassen im Spiel die Sprache lebendig werden.

Die besondere Stellung des Englischunterrichts im Fächerkanon zu legitimieren erübrigt sich eigentlich: als eine der Sprachen mit dem größten Verbreitungsgebiet, als Verkehrssprache in vielen Teilen der Welt und als Verständigungssprache in fast allen Bereichen internationaler Kommunikation ist die Rolle des Englischen unangefochten. Jeder konnte schon einmal erleben, dass selbst im Inland - in Universitäten, im geschäftlichen Bereich, im kulturellen Leben - eine gute Beherrschung des Englischen in Wort und Schrift vorausgesetzt wird.
Aber nicht nur aus pragmatischen Gründen ist das Erlernen des Englischen von großer Bedeutung. Es ermöglicht uns, die Kultur und die Lebenswirklichkeit von Nationen zu erschließen, die unsere Welt in hohem Maße prägen und mit denen wir uns täglich auseinandersetzen müssen - im Positiven aber auch zuweilen in kritischer Weise.
Deshalb ist unser wichtigstes Ziel im Englischunterricht, die Schüler mit soliden Sprachkenntnissen in Wort und Schrift auszustatten. Dabei richten wir unseren Unterricht am Kernlehrplan für das Fach Englisch aus, der für die einzelnen Abschnitte der Schullaufbahn unterschiedliche Kompetenzniveaus festschreibt. Mit dem Abitur sollen Schüler der Grundkurse das Kompetenzniveau B2, Schüler des Leistungskurses die Stufe C1 erreicht haben (diese Kompetenzniveaus beruhen auf dem europäischen Referenzrahmen, der insgesamt 6 Stufen der Sprachkompetenz definiert). Wir haben den Eindruck - und die sehr guten Ergebnisse der Lernstandserhebungen und Vergleichsarbeiten bestätigen dies -, dass unsere Schüler diese Zielsetzungen früher und sicherer erfüllen, als erwartet wird..
Darüber hinaus wollen wir die Schüler in die Lage versetzen, durch eine Beschäftigung mit vielfältigen Themen Wissen über das Leben im englischen Sprachraum zu erarbeiten und Verständnis für die Lebenswirklichkeit und die Weltsicht anderer Menschen zu entwickeln. Die Schüler sollen die Fähigkeit und auch die Bereitschaft erwerben, am interkulturellen Dialog aktiv teilzunehmen.
Ein wesentlicher ergänzender Bestandteil der schulischen Ausbildung ist dabei die Begegnung mit Menschen , die die Zielsprache sprechen. Viele unserer Schüler nehmen über Austauschprogramme (u. a. der Bezirksregierung Düsseldorf) die Gelegenheit wahr, eine längere Zeit an einer Schule im Ausland (Australien, Neuseeland, Kanada) zu verbringen .
Ihre Austauschpartner nehmen dann am Unterricht unserer Schule teil und eröffnen so auch den Daheimgebliebenen Möglichkeiten der internationalen Begegnung. In Stufe 11 bieten wir die Möglichkeit, an einem Austausch mit unseren Partnerschulen in Charlotte (North Carolina) oder Ashford (England) teilzunehmen. Auch hier ist der Gegenbesuch der amerikanischen und englischen Schüler eine willkommene Gelegenheit, mehr über die Heimat der Gastschüler zu erfahren, die eigenen Sprachkenntnisse auszuprobieren und zu erweitern und so am interkulturellen Dialog teilzunehmen. Auch im Rahmen des Austausches mit unserer Partnerschule in Krakau (Polen) erfahren die Schüler die wichtige Rolle des Englischen als Mittlersprache zwischen Sprechern unterschiedlicher Muttersprachen.
Wir arbeiten in der Sekundarstufe 1 mit dem Lehrwerk Green Line New vom Klett-Verlag, das durch verschiedene Lektüren und Originaltexte ergänzt wird. In der Sekundarstufe 2 sind wir an die Vorgaben für das Zentralabitur gebunden, die aber in Absprache mit den Schülern und gemäß ihren Interessen durch weitere Texte erweitert werden.
Unser Unterricht folgt von der fünften Klasse an dem Prinzip der Einsprachigkeit, d.h. Unterrichtssprache ist in der Regel die Zielsprache.
Die vorgeschriebenen Klassenarbeiten und Lernstandserhebungen werden durch regelmäßige Lernerfolgskontrollen (vor allem Vokabeltests) ergänzt.

Die Gesellschaftswissenschaften

Der Unterricht in der Sekundarstufe I wird in den Fächern Geschichte, Erdkunde und Politik entsprechend den Richtlinien erteilt.
Auf Beschluss der Fachkonferenz Geschichte findet in der 6. Klasse ein Unterrichtsgang in das Römisch-Germanische Museum nach Köln statt, der in die Unterrichtsreihe über das römische Imperium integriert ist.
Im Rahmen der Reihe Deutschland und die Welt nach 1945 besuchen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn.
Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 lernen im Politikunterricht projektorientiert innerhalb der Reihe Börse und Aktien den Umgang mit Wertpapieren kennen und nehmen am Börsenspiel der Sparkasse bzw. an entsprechenden Aktionen im Internet teil. Dieses Projekt ist Teil des Unterrichts in Ökonomie, die in allen gesellschaftswissenschaftlichen Fächern schwerpunktmäßig behandelt wird.
In der Sekundarstufe II werden Leistungskurse in den Fächern Erdkunde und Geschichte angeboten. Das Grundkursangebot enthält die Fächer Erdkunde, Geschichte, Erziehungs-wissenschaft, Sozialwissenschaften und Philosophie.
Exkursionen dieser Fächer finden im Rahmen der Fachtage oder aus besonderen Anlässen statt.

 
Der künstlerische und musische Bereich

Der Kunstunterricht bietet den Lernenden die Möglichkeit ihre Wahrnehmungsfähigkeit durch analytische und praktische Bildarbeit zu schulen, ihre kreativen Fähigkeiten einzusetzen und differenzierte Vorstellungen in adäquater Form umzusetzen. Das bildnerische Gestalten bietet sowohl eine Reflexion als auch eine Kommunikationsmöglichkeit.
Die Unterrichtsinhalte befassen sich mit Kunst, Architektur, Design, Medien sowie Techniken und Verfahren der visuellen gestalterischen Kommunikation. Dabei liegen sowohl aktuelle als auch historische Themen zugrunde, die den Schülern kulturelle Zusammenhänge aufzeigen sollen. Sie setzen sich dabei mit der sichtbaren Außenwelt, als auch gedanklich und produktiv mit ihrer Innenwelt auseinander, sodass ihre Kritikfähigkeit gegenüber dem Medium Kunst geschult und gestärkt wird.
Das Fach Kunst bietet gute Voraussetzungen für fächerübergreifendes Arbeiten.

Neben den in den Richtlinien festgelegten Unterrichtsinhalten ist die Fachschaft Musik bemüht, Ihre Unterrichtsthemen so auszurichten, dass musikalische Angebote in der Stadt bzw. in der näheren Umgebung (Oper, Musical etc.) den Schülern nahegebracht werden.
Die Musiklehrer unserer Schüler fördern den Computereinsatz im Fachbereich. So wurde z.B. der Computerraum an allen Schülerarbeitsplätzen mit Midi -;Keyboards ausgerüstet, um mit Hilfe von Notations -und Sequenzerprogrammen Musik in den Computer eingeben zu können.

An unserer Schule existieren ein Vororchester (Stufe 5 - 7) und ein Orchester (Stufe 7 bis 13), in dem auch Ehemalige und Schülereltern die Möglichkeit haben, aktiv zu musizieren. Weiterhin geben ein Kinderchor (Stufe 5/6) und ein Schüler - Lehrer - Elternchor mindestens einmal jährlich beim Moltke-Musikabend ein Konzert. Bei den Vorbereitungen zu diesen Veranstaltungen wird häufig mit anderen Fachschaften (z. B. Deutsch, Kunst und Informatik) zusammengearbeitet.

Für Schülerinnen und Schüler der Stufe 12 wird versucht, anstelle von Kunst oder Musik das Fach Literatur anzubieten. Bei diesem Fach liegt der Schwerpunkt nicht auf der analytischen Auseinandersetzung mit Texten, sondern im produktiv-ästhetischen Umgang mit ihnen. Die Schülerinnen und Schüler eines Kurses entscheiden sich gemeinsam mit der unterrichtenden Lehrerin bzw. mit dem Lehrer zwischen den Bereichen Schreiben, Theater oder Medien (Fotografie, Film, etc.) und erarbeiten im Verlauf eines Schuljahres ein präsentierfähiges Produkt in verbaler, nonverbaler oder medialer ästhetischer Form. In den vergangenen Jahren sind so Inszenierungen von Theaterstücken und Szenencollagen zu einem bestimmten Thema entstanden sowie Sammlungen von Schülertexten, die z.T. auch in Buchform veröffentlicht wurden, und Ausstellungen von Fotos mit selbstverfassten Texten ausgestellt worden.

 
Der Fachbereich Religion

Der Religionsunterricht will biblische Kenntnisse vermitteln und die Auseinandersetzung mit den existentiellen Grundfragen unserer Schülerinnen und Schüler fördern. Der christliche Glaube in seinen geschichtlichen Ausprägungen, aber auch der Dialog und die Auseinandersetzung mit anderen Religionen oder Weltanschauungen sollen den Schülern helfen, Antworten auf die sie bewegenden Fragen zu finden, neue Fragen zu eröffnen und ein Wertebewusstsein zu entwickeln.
In enger Zusammenarbeit haben sich die beiden Fachschaften evangelische und katholische Religionslehre zu einem Fachbereich zusammengeschlossen, wobei in den gemeinsamen Fachkonferenzen die jeweils anstehenden Fragen erörtert und entschieden werden. Schulgottesdienste werden miteinander gefeiert. Der Gottesdienst vor Weihnachten hat sich als eine feste Größe etabliert.
Neben spontanen, kleineren Projekten wird einmal im Jahr meist in der Fasten- bzw. Passionszeit die Aktion Nächstenhilfe durchgeführt, die exemplarisch verdeutlicht, dass Religion nicht nur Wissensvermittlung ist, sondern auch aktives Handeln fordert. In jedem Jahr werden andere Projekte vorgestellt und unterstützt (z.B. Krefelder Hilfe für Tondo, amnesty international, Kinder in der sog. Dritten Welt - Unicef, Hilfe für Ruanda, action medeor etc.), um die vielfältige Notwendigkeit diakonischen Handelns deutlich zu machen.
Zur Erinnerung an die in der NS-Zeit ermordeten 14 jüdischen Schüler unserer Schule wird zum 9. November und 27. Januar mit jeweils wechselnden Religionsgruppen ein Blumengesteck an den schulischen Gedenktafeln niedergelegt. Ein ergänzender Besuch in der nahe gelegenen Krefelder NS-Dokumentationsstätte Villa Merländer soll das Anliegen und die Aufgabe einer Kultur des Gedenkens und der Verantwortung verdeutlichen.

 
Sport am Moltke

In den Jahren 1998, 1999 und 2ooo errang unsere Schule den Titel des Schulsportmeisters in Krefeld. Diese Ehrungen und weitere in den vorangegangenen Jahren - sind zurückzuführen auf die meisten Titel als Stadtmeister, die unsere Sportgruppen in den verschiedensten Sportarten, von Hockey bis Schwimmen, errungen haben. Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler für den Sport rührt aus den vielen außerunterrichtlichen Arbeitsgemeinschaften. In diesen finden sich schon die Sextaner, um für den Drumbo-Cup zu trainieren. Bereits seit viele Jahren werden die Kleinen von den Oberstufenschülern betreut (Aktion Schüler trainieren Schüler). Zu den Arbeitsgemeinschaften gehören u.a. Teams im Volleyball, Basketball, Fußball und Eishockey.

In der Zusammenarbeit mit Sportvereinen ergibt sich für viele Schüler die Möglichkeit, eine sportliche Karriere außerhalb der Schule weiter zu verfolgen (siehe Kapitel Sportbetonte Schule). Darüber hinaus werden in der Unter- und Mittelstufe das Sportabzeichen und der Jugendschwimmschein abgenommen.
Für alle Schülerinnen und Schüler bieten sich bei den jährlich ausgetragenen Bundesjugendspielen und bei dem Wettbewerb um die sportlichste Klasse Gelegenheiten Freude am Sport in der Gemeinschaft zu erleben. Einen weiteren Höhepunkt stellt die Skifreizeit der 1o. Klassen dar, die gemeinsam in ein Skigebiet Östereichs oder Italiens fahren, um den Abschluss der Sekundarstufe I zu begehen. Die Skifreizeiten der zehnten Klassen sind Tradition seit über 20 Jahren. Die Fahrt wird klassenübergreifend als Veranstaltung der gesamten Stufe durchgeführt. Sie dient damit auch der Vorbereitung auf die organisatorisch bedingten Veränderungen der Stufe 11 (Auflösung des Klassenverbandes). Die Aktivitäten innerhalb und außerhalb der Ski- und Snowboardkurse bieten in besonderer Weise die Möglichkeit des intensiven Kennenlernens, der sozialen Integration und der Ausbildung der Teamfähigkeit. Die für viele Schüler ungewohnten Erfahrungen im Schnee und in anderer Umgebung (Tirol und Südtirol) erfreuen sich großer Beliebtheit und führen zu unvergesslichen Erlebnissen. Auch in diesem Zusammenhang muss auf die Schulzeitverkürzung eingegangen werden, nach der ein neuer Rahmenplan für Klassen- und Studienfahrten erarbeitet werden muss.

 
Außerunterrichtliche Bildungsangebote

Betriebspraktikum

Am Ende des ersten Halbjahres absolvieren alle Schüler der Stufe 11 ein 14-tägiges Betriebspraktikum. Die Durchführung in der Stufe 11 hat sich bewährt, da den Schülerinnen und Schülern altersbedingt alle Berufsfelder offen stehen. Eine Regelung für die Zeit nach der Schulzeitverkürzung ist noch nicht beschlossen. Die Schülerinnen und Schüler werden ausführlich auf das Praktikum vorbereitet. Im Anschluss finden sich Vertreter ausgewählter Ausbildungsfirmen und Betriebe in der Schule zu einem Ausbildungsbasar ein, um in einen vertiefenden Erfahrungsaustausch mit den Schülern einzutreten. Ein weiterer Baustein zur Berufs- und Studienvorbereitung sehen wir in der freiwilligen Teilnahme der Schülerinnen und Schüler der Stufe 11 an einem mehrstündigen studien- und Berufswahltest, deren Ergebnisse den Teilnehmern vom Geva-Test-Institut München an ihre Privatadresse gesendet werden. Die Schüler fertigen ausführliche Berichte an und werden im Verlaufe des Praktikums von den betreuenden Lehrern aufgesucht. Für beide Seiten ist das Berufspraktikum zu einer wichtigen Möglichkeit geworden Einblicke in die Arbeitswelt zu gewinnen.

Streitschlichter am Moltke

Im ersten Halbjahr des Schuljahres 1999/2000 wurden Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ein erstes Mal als Streitschlichter ausgebildet, im zweiten Halbjahr nahmen sie ihre Arbeit auf. Das Streitschlichter-Modell wurde in Deutschland und den USA entwickelt und erprobt. Es geht von der Annahme aus, dass Kinder und Jugendliche, die Gewalt zur Lösung von Problemen anwenden, dies nicht praktizieren, weil sie Gewalt befürworten, sondern weil sie keine andere Möglichkeit sehen. Deshalb wäre es für solche Schülerinnen und Schüler gut, wenn sie sich an Personen wenden könnten, die sie nicht in erster Linie als Lehrer erleben. In Zusammenarbeit mit den Streitschlichtern sollen Schülerinnen und Schüler dazu befähigt werden, ihre Probleme selbst zu lösen und dabei Strategien einzuüben, die von ihren Mitmenschen nicht als gewalttätig erlebt werden.
Die Arbeit von Streitschlichtern an unserer Schule soll dazu beitragen, dass das Zusammenleben von ca. 700 Schülerinnen und Schülern, deren Lehrerinnen und Lehrern sowie auch deren Eltern noch leichter wird und Konflikte auf neue Art angemessen behandelt werden können.

 
Schulpartnerschaften

Unser Gymnasium pflegt seit 1993 internationale Kontakte in verschiedene Richtungen: in den USA mit der Independence High School in Charlotte, North-Carolina, in Polen mit dem VIII. Lyceum im. St. Wyspianskiego in Krakow, in England mit der Norton Knatchbull School for Boys und der Highworth Grammar School for Girls, Ashford, Kent.
Beide Austauschmaßnahmen sind interkulturelle Begegnungen und beruhen auf dem Prinzip von Besuch und Gegenbesuch innerhalb eines Jahres. Sie fördern durch die Aufnahme in Gastfamilien die wechselseitige Verständigung in vielerlei Hinsicht: Sammeln neuer, fremdartiger kultureller Erfahrungen, Vertiefung der Verständigung und der Beziehungen zwischen den Partnern, Förderung sprachlicher und landeskundlicher Kenntnisse und Begründung eines dauerhaften Interesses an den Partnerländern.
Beim dreiwöchigen Austausch für Schüler der Stufe 11 in den USA enthält das Programm neben dem täglichen Schulbesuch Besichtigungen in Charlotte und Umgebung sowie - meist auf dem Rückweg - die New York Tour.
Die achttägige Polenfahrt bietet Schülern der zehnten Klassen ebenso Möglichkeiten des Kennenlernens von Kultur und Alltag im Partnerland und daneben Besichtigungen (z.B. nach Auschwitz-Birkenau). Vorrangiges Ziel der einwöchigen Ashford-Fahrt für die Stufe 11 ist die Verbesserung der Fremdsprache Englisch vor Ort. Beim Gegenbesuch verbinden die Gäste den Aufenthalt mit einer Reihe von Betriebsbesichtigungen im Krefelder Raum.

 
Verkehrs- und Mobilitätserziehung

Die Verkehrs- und Mobilitätserziehung ist nach einem Runderlass des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder vom 02.09.03 Aufgabe aller Schulstufen und Schulformen. Vorrangige Zielsetzung der erschienenen Rahmenvorgaben ist eine reflektierte Mitverantwortung der Schülerinnen und Schüler am Straßenverkehr unter Einbeziehung der Sicherheits-, Sozial-, Umwelt- und Gesundheitserziehung in den Unterricht. Am Gymnasium am Moltkeplatz werden diese weitreichenden Aufgaben wie folgt umgesetzt:

Jahrgangsstufen 5 und 6
Hier liegt der Schwerpunkt des Engagements beim Klassenlehrerteam aber auch bei den Fachlehrern für Sport, Politik, Naturwissenschaften und Deutsch. Thematisiert werden die Verkehrssituation in der neuen Schulumgebung, der Schulweg (Fahrradwegepläne der Stadt, ÖPNV) und Bewegungssicherheit im Sportunterricht. Die Fahrradausbildung wird durch Geschicklichkeitstests sowie Aktionen Achtung Auto und Toter Winkel unterstützt.

Jahrgangsstufen 7 und 8
In diesen Klassen haben viele Fächer, besonders der Politikunterricht, Gelegenheit, die vorgesehenen Themenkreise anzusprechen: Verhalten von Gruppen im Straßenverkehr, vorausschauendes, defensives Verhalten und Nutzung des Öffentlichen Personalverkehrs.

Jahrgangsstufe 9
In der Stufe 9 leistet unsere Schule in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht, der Polizei und der Unfallhilfe einen besonderen Beitrag zur Verkehrssicherheit bei Jugendlichen. Eine Mofa-AG für interessierte Schülerinnen und Schüler sorgt für Training der Fahrtechnik und wiederholt Verkehrsregeln mit dem Ziel, ein angepasstes Verhalten im Straßenverkehr zu erreichen. Den Kursteilnehmern kann nach theoretischer und praktischer Prüfung die amtliche Prüfbescheinigung (Mofa-Führerschein) ausgehändigt werden. Im weiteren Bildungsgang sollen im Fachunterricht die Themen Drogen im Verkehr (Biologie), Verkehrsentwicklung in der Region (Erdkunde), Umwelt und Mobilität (Politik) sowie Lebensraum und Gestaltungsraum Verkehr erörtert werden. Hier ist noch die konkrete Absprache der beteiligten Fächer notwendig. Schließlich müssen Instrumente entwickelt werden, mit denen eine Überprüfung der Realisation durchgeführt werden kann.

 
Die Entwicklung des Schulprogramms

Nach der Ankündigung durch das Bildungsministerium, dass jede Schule ein Schulprogramm zu erstellen habe, legte die Lehrerkonferenz nach der Bekanntgabe der Ziele eines Schulprogramms fest, folgende Fragen zu klären:
1. Welche Ansätze für die Entwicklung eines Programms existieren an unserer Schule?
2. Wie soll das Verfahren aussehen?
Fachkonferenzen berieten darüber, welche Beiträge die einzelnen Fächer bereits zum Profil der Schule leisten. Mehrere pädagogische Konferenzen befassten sich mit den Schwerpunktthemen Angebot der Schule, Atmosphäre in der Schule und der Darstellung in der Öffentlichkeit.
Eine aus Eltern, Schülern und Lehrern zusammengesetzte Schulprogrammkommission, die zur Vorbereitung und Gestaltung des Schulprogramms einberufen wurde, griff die Vorschläge einer unter Schülern und Eltern geführten Umfrage auf und legte Schwerpunkte ihrer Arbeit an einem Programm fest. Von der mehrmals im Schuljahr tagenden Programmkommission wurden Vorschläge erarbeitet und Maßnahmen initiiert, die nach Zustimmung der Schulkonferenz Bestandteil des Schulprogramms wurden. Dazu zählen die Einrichtung von Gesprächskreisen (Klassenleitungsteams, Eltern, Schülervertreter), die Verstärkung des Klassenleiterteams, Maßnahmen zur intensiveren Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern sowie die Erweiterung der Hausordnung um eine Schulkonvention. Die Programmkommission gibt weiterhin Anregungen zur Evaluation.

 
Evaluation

Die Evaluation soll zu einem durchgehendem Element der Schulprogrammarbeit werden. Schon bei der Bestandsaufnahme und der Analyse der Ausgangslage war die Bewertung der Elemente von großer Bedeutung. Während des weiteren Prozesses soll sie kontinuierlich Informationen und Erkenntnisse liefern. Im Herbst 2004 begann die erste Evaluation des Schulprogramms auch unter der Vorgabe, der Bezirksregierung bis zum Dezember 2005 eine Überarbeitung des Schulprogramms vorzulegen. Basis der Evaluation war wiederum eine Umfrage unter Eltern und Schülern um zu prüfen, inwieweit die festgesetzten Ziele in der Schulgemeinschaft wahrgenommen und anerkannt werden. Unabhängig von dieser Prüfung wurde in Frühjahr 2004 die Evaluation des Projekts Sportbetonte Schule von der Steuergruppe durchgeführt und das Ergebnis den schulischen Gremien vorgestellt. Kernfragen der Evaluation sind:

Welchen Stand haben wir in der Schule erreicht?
Welche Ergebnisse hat unsere Arbeit? Was sind ihre Stärken und Schwächen?
Was folgt aus den Ergebnissen für die weitere Planung?
Welche Entwicklung können und wollen wir anstreben?

So gesehen kann die Evaluation zu einem wesentlichen Motor auf dem weiteren Weg der Entwicklung unserer Schule werden.

 
VII. Moltke in Krefeld

Das Lernen, Erziehen und Ausbilden findet am Moltke nicht nur im Unterricht statt. In vielfältigen Begegnungen mit Krefeld und seinen unternehmerischen, kulturellen sportlichen und politischen Angeboten in und außerhalb der Schule erweitern Schülerinnen und Schüler ihren Horizont und erreichen fachliche und soziale Kompetenzen.

Im Moltke-Forum referieren und diskutieren bekannte Persönlichkeiten mit unseren Gästen.
 
Als Publikumsmagnet erweisen sich die Tage der offenen Tür. Vor allem der Tag der Kunst und Kultur(1998), der Tag der Naturwissenschaften (2000), der Tag der Berufsberatung (2003) und der Tag der Schrift und Sprache (2005) begeisterte eine sehr große, interessierte Öffentlichkeit durch einerseits die Aktivitäten der Schülerschaft, aber auch der Eltern und Lehrer. Viele große und kleine Krefelder Unternehmen, Banken, Hochschulen von Aachen bis Düsseldorf sowie Künstler und Musiker folgten sehr gerne der Frage nach einer Beteiligung an diesen Aktionstagen in der Gewissheit, ein Forum für gemeinsame Projekte vorzufinden. Angestrebt wird eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen, die den Schülerinnen und Schülern Kenntnisse und Einsichten in ökonomische und ökologische Zusammenhänge näher bringen sollen. Die Zusammenarbeit mit den Unternehmen könnten auch Möglichkeiten des Schul-Sponsoring eröffnen. Seit dem Jahr 2002 besteht eine Kooperationsvereinbarung mit dem Krefelder Maschinenbauunternehmen Siempelkamp. Seit dieser Zeit finden gemeinsame Aktivitäten verschiedener Fachschaften (insbesondere aus den Bereichen Gesellschaftswissenschaft, Naturwissenschaft und Kunst) mit Teilen des Unternehmens statt. Vereinbarungsgemäß treffen sich die beiden Partner in regelmäßigen Abständen, um die Partnerschaft zu evaluieren und zu optimieren.

An den regelmäßig stattfindenden sozialen Aktionen nehmen die Krefelder Gemeinden der verschiedenen Konfessionen mit großem Engagement teil. Hervorzuheben sind die Besuche ehemaliger jüdischer Schüler in unseren Klassen; sie hinterließen einen tiefen Eindruck bei unseren Schülerinnen und Schülern.

Eine umfassende Zusammenarbeit mit Sportvereinen hat sich über Schüler und Lehrer im Lauf der Jahre entwickelt. Aus diesen vielfältigen Verknüpfungen hat sich das Projekt Sportbetonte Schule entwickelt. Basketball- und Volleyballvereine stellen einen Trainer für Arbeitsgemeinschaften, die in unserer Schule stattfinden. Weitere gute Kontakte pflegen Lehrer und Schüler zu den bekannten Krefelder Hockey-, Ruder- und Schwimmclubs. Mehrfach gewannen Schülermannschaften Stadt-, Bezirks- und sogar Landesmeisterschaften. Dem Schulleben kommen die Erfahrungen im gemeinschaftlichen Erleben von Erfolgen und auch von Misserfolgen zugute - das Erreichen einer sozialen Kompetenz sowie der Übernahme von Verantwortung auch für Mitschüler wird dadurch stark gefördert.

VIII. Die Moltke-Familie


Als Kennzeichen einer erfolgreichen Schule wird gerne der Notendurchschnitt der Abiturienten angesehen, der sich aus der inhaltlichen und methodischen Kompetenz der Schülerinnen und Schüler ergibt. Man mag diesem Kriterium alleinige Priorität zusprechen; doch wird die erfolgreiche Schullaufbahn in wesentlichem Umfang dadurch gefördert, dass ein Kind, das sich in seiner Umgebung wohlfühlt und von der Klassengemeinschaft getragen wird, mit Freude zur Schule geht und somit in der täglichen Arbeit keine Belastung sieht. Ein junger Mensch, der sich eingebunden sieht in die Einheit aus Fürsorge, Ausbildung und Erziehung durch Eltern, Lehrer und Mitschüler, dem auch nach dem Unterricht Gelegenheit gegeben wird, sich in der Schule einzubringen, fühlt sich in seiner Persönlichkeit ernst genommen und wird eine hohe Motivation für eine zielstrebige Mitarbeit einbringen.
Unsere Schule ist ein Ort der Begegnung - nicht des Unterrichtens allein. Für die jüngsten Schüler beginnt diese bereits vor dem ersten Schultag: Während des Schnuppernachmittags treffen sich die neuen Sextaner und deren Eltern mit den Klassenlehrern sowie den Patenschülern. Bei einer Führung durch das Gebäude haben die Grundschüler Gelegenheit, die neuen Bezugspersonen sowie die Klassen- und Fachräume kennenzulernen. Einige Jahre später werden sie selbst sich um die jüngeren Mitschüler kümmern. Als Leiter von Arbeitsgemeinschaften verfolgen sie gemeinsam mit Lehrern ausgewählte Projekte. Sie betreuen in der SV die Karnevalsfeier der 5. und 6. Klassen oder während der Elternsprechtage das Café im Foyer unseres Hauses.
Außergewöhnliche Arbeit fällt für die Schülerinnen und Schüler der Stufe 13 am Abend des Ehemaligentreffens an, wenn oft mehr als 4oo Gäste am ersten Freitag im März von den angehenden Abiturienten in unserer Schule bewirtet werden. In kleineren Gruppen treffen sich in jedem Frühjahr die Abiturientien der Jubiläumsjahrgänge - meist an einem Samstagvormittag im Schulgebäude. Im lebhaften Austausch von Anekdoten wandeln sich die würdigen Damen und Herren beim Rundgang durch das Gebäude wieder zu den Schülerinnen und Schülern, denen kein Streich ungelegen kommt. Sehr oft begrüßt der Schulleiter den Großvater eines Schülers, dessen Vater ebenfalls das Moltke besuchte. Für viele Familien Krefelds hat es Tradition, ihre Tochter oder ihren Sohn an unserem Gymnasium anzumelden.
Begleitet werden die vielfältigen Begegnungen durch die Eltern unserer Schüler und durch den Verein der Freunde und Förderer. Die gemeinsame Vorbereitung großer und kleiner Projekte verbindet die Menschen. Alle tragen zum Gelingen der Feste, zum Abi-Ball zum
Tag der offenen Tür, zu sozialen Aktionen und weiteren großen Aktivitäten bei.

Dieses Engagement zu fördern, erscheint dem Kollegium im Hinblick auf die Erziehung zu einem verantwortungsbewußten Menschen sehr wichtig zu sein.

 
Das MOLTKE-FORUM

Am 5.12.2005 konnte das Moltke-Forum auf eine 10jährige Geschichte zurückblicken. Damals war es der international renommierte Soziologe und Islamkenner Prof. Bassam Tibi, mit dem alles anfing; fast auf den Tag genau 10 Jahre später war der Literaturwissenschaftler Prof. Hans Ulrich Gumbrecht von der Stanford University 40. Gast der Veranstaltungsreihe. Ziel des Moltke-Forums ist es, durch die Einladung von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Kirche, Kunst bzw. Sport, insbesondere den Schülerinnen und Schülern ein Diskussionsforum zu eröffnen, das über den alltäglichen schulischen Rahmen hinausweist, gleichzeitig aber auch wieder für die alltägliche Arbeit in der Schule fruchtbar gemacht werden kann. Die Reihe der bisherigen Gäste ist beachtlich. Höhepunkt war die 25. Veranstaltung mit dem Herrn Bundespräsidenten a.D. Richard von Weizsäcker am 25.04.2002. Da die Schule nur über einen begrenzten finanziellen Etat verfügen kann, sind wir über die zuverlässige Unterstützung durch den Verein der Freunde und Förderer sowie weiterer Sponsoren sehr dankbar. Sofern das Interesse weiterhin vorhanden ist und es noch genügend Gastrednerinnen und Gastredner gibt, die sich nicht zu schade sind, das Gespräch mit der interessierten Schülerschaft zu suchen, ist an ein Ende dieser Einrichtung noch lange nicht zu denken.

 
Die Moltke -Chronik

Die Moltke-Chronik ist die Zeitschrift des Vereins der Freunde und Förderer der Schule und spiegelt das aktuelle Leben an der Schule wider. Sie versteht sich als verbindendes Medium zwischen den Schülern von damals und heute.
Mit einer ausgesprochen hohen Anzahl aktiver und engagierter ehemaliger Schüler, die den Kontakt zur Berufswelt herstellen, kann die Moltke-Chronik berichten von dem Leben nach der Schule, stellt aber in vielerlei Hinsicht das Leben an der Schule dar mit Beiträgen der verschiedenen Fachschaften, d.h. den sprachlichen, naturwissenschaftlichen, medialen und sportlichen Aktivitäten, den Nöten oder Erfolgen unserer Schule nach außen.
Es erscheinen Essays, die die Gedanken ehemaliger und heutiger Schüler und Eltern zu Problemen unserer Zeit veranschaulichen und die unterschiedlichen Facetten schulischen Lebens reflektieren.

 
Moltke für Afrika

Die Hilfsorganisation Moltke für Afrika (MfA) ist eine Arbeitsgemeinschaft von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums am Moltkeplatz in Krefeld und unterstützt seit 1998 durch aktive Zusammenarbeit Menschen für Menschen, die Äthiopienhilfe von Karlheinz Böhm.
Ihr Hauptziel ist die Aufklärung über die Situation der Menschen in Äthiopien und anderen afrikanischen Ländern. Projekte für Menschen für Menschen werden vorgestellt, und es wird versucht, die Lage der Menschen in Afrika durch gezielte und wirksame Hilfe zu verbessern.
Moltke für Afrika setzt sich das Ziel Hilfe zu leisten, damit die Menschen in Afrika in die Lage versetzt werden, sich selbst zu helfen.
Mit Hilfe von Stellwänden und Internetseiten sollen Schülerinnen und Schüler über die Probleme von Entwicklungsländern, speziell über die Äthiopiens, aufgeklärt und zum Nachdenken angeregt werden. Es finden regelmäßig soziale Aktionen statt, deren Erlös dem Projekt zugute kommen.

 
IX. Das Moltke und die Zukunft

Die Zeiten ändern sich, the times they are a-changin, oder wie es der Lateiner ausdrücken würde tempora mutantur. Dies umschreibt und kennzeichnet mehr denn je das Szenario des in den Kinderschuhen 21. Jahrhunderts und weniger denn je vermag sich einer in Zukunftsprognosen ergehen. Mit Begriffen wie Globalisierung, Job-Jumping, Vernetzung, Telekommunikation, Klonen etc. können die damit einhergehenden vielfältigen Veränderungen unseres zukünftigen Lebens allenfalls schlagwortartig umrissen werden. Mit ihnen verbinden sich auf der einen Seite ungeahnte Möglichkeiten aber auch gestiegene Anforderungen des Einzelnen, mit diesen neuen Möglichkeiten umzugehen. Aufgabe unseres Gymnasiums muss es sein, den Schülerinnen und Schüler fachliche, methodische und soziale Kompetenzen an die Hand zu geben, auf die sich verändernde Neue Welt vorbereitet zu sein. Es gilt mehr denn je, in der intellektuellen wie sozialen Ausbildung eine Brücke zwischen den abendländisch-humanistischen Wurzeln und dem offensiven Angehen der Herausforderungen und Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts zu schlagen.

 
X. Die Moltke-Organisation

 
Schulleiter: Herr OStD Rolf Neumann
Stellvertretende Schulleiterin: Frau StD Anneliese Aalam-Behr

Koordinatorin der Sekundarstufe II: Frau StD' Christiane Froesa
Koordinatorin der Mittelstufe: Frau StD' Dagmar Kalff
Koordinator der Erprobungsstufe: Herr StD Wolfgang van Randenborgh

Sekretariat:
Frau Claudia Pietsch
Frau Claudia Schmidt

Hausmeister: Herr Wolfgang Schmitz

Adresse:
Gymnasium am Moltkeplatz
Moltkeplatz 12
47799 Krefeld

Telefon: 02151-58051
Telefax: 02151-598493

E-mail: sekretariat-am-moltke@t-online.de
Homepage: www.moltke-krefeld.de