Das Gymnasium am Moltkeplatz als Partnerschule des Leistungssportes
Das
Gymnasium am Moltkeplatz, bisher eher als Schule mit Schwerpunkt der Naturwissenschaften bekannt, ist seit Anfang des ersten Halbjahres 02/03 auch ein Teilinternat für Leistungssportler. Die
Idee zu einem Sportinternat stammt ursprünglich von Bernhard Peters, dem Trainer der deutschen Hockeynationalmannschaft. Doch um diese Idee umzusetzen, mussten mehrere Faktoren, die unter anderem auch vom Ministerium für Städtebau & Wohnen, Kultur & Sport des Landes NRW, ansässig in Düsseldorf, festgelegt wurden, erfüllt werden. Die
Initiatoren Rick Roberts (Hockeyspieler beim CHTC), Robert Haake (Hockeywart beim CHTC) sowie Wolfgang Haberstroh Oberstudiendirektor des Gymnasiums am Moltkeplatz) einigten sich darauf, dass sich das Moltke-Gymnasium am besten zur Partnerschule des Leistungssportes eignen würde. Nun
mussten die Fragen, ob es genügend Kadersportler gebe, ebenso wie die Aufgabe des Teilinternates, geklärt werden. Die
Aufgabe soll darin bestehen, den Kadersportlern, die beispielsweise durch Lehrgänge Unterrichtsstoff verpasst haben , diesen durch Nachmittagsunterricht wieder aufzuholen und eine Hausaufgabenbetreuung, sowie Nachhilfe- bzw. Förderunterricht zu erhalten. Dieses
Angebot gilt nicht nur für Schüler des Moltke-Gymnasiums, sondern für alle Schüler im näheren Umkreis von Krefeld. Um dieses Angebot zu ermöglichen, wird der Schule ein großer Etat vom Ministerium zur Verfügung gestellt. Initiiert wurde das Programm vom CHTC, weitere Partner sind bisher der KEV(Eishockey), der SC Bayer 05 (Basketball & Triathlon) sowie der Krefelder Ruderclub. Die
offiziellen Paten für das Teilinternat sind Bernhard Peters (vom CHTC) und Jochen Urban (vom Krefelder Ruderclub). Doch
eine Schule als Partner des Leistungssportes sollte nicht nur eine Förderung im Bereich des Lernens sein, sondern auch eine sportliche Förderung beinhalten. 99 Fünftklässler des Gymnasiums am Moltkeplatz unterzogen sich, unter Betreuung der jeweiligen Sportlehrer und Trainer der Vereine, einem von der Sporthochschule Leipzig entwickelten Sichtungstest. Die 25 Besten dieses Tests erhielten ein Schreiben, in dem ihre besondere Bewegungsbegabung bestätigt und Extrasportstunden für jeden Mittwoch in der 1+2 Stunde angeboten wurden. Diese Extrasportstunden sind Sportarten unspezifisch und sollen die Laufschule, Koordination, Bewegungserfahrung, Schnelligkeit, Aktions- und Reaktionsfähigkeit sowie die allgemeine Ausdauer fördern. In den Sportstunden sind immer 2 Übungsleiter aus 2 Vereinen, die in 6-Wochen Blöcken trainieren (Beispiel: Woche 1 bis 6: Übungsleiter von Rudern & Hockey, Woche 7 bis 13: Übungsleiter von Basketball & Triathlon...). Nach
den ersten 8 Wochen findet ein Treffen mit allen Übungsleitern statt, bei dem Verbesserungsvorschläge, Erfahrungen und neue Ideen diskutiert werden. Dies dient auch den Übungsleitern, da sie andere Sportumfelder und andere Clubstrukturen kennenlernen. Um eine Kontrolle über das Trainingsprogramm zu haben, wurde ein Rahmentrainingsplan von Bernhard Peters entworfen. Auch im neuen Halbjahr 02/03 werden die fünften und sechsten Klassen trainiert, ebenso soll ein solches Programm für die Oberstufe entworfen werden, bei dem unter anderem Krafttraining vor dem Unterricht stattfinden soll.
Um
noch effizienter arbeiten zu können, werden dringend weitere Sportvereine gesucht. Ziel
des Teilinternates ist es, alle Krefelder Vereine, die eine altersgerechte Jugendarbeit und Leistungsförderung betreiben, als Partner der Schule aufzunehmen.
by
Julia Vanvlodorp |